Unser Engagement im Senegal trägt Früchte. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Gottfried Kölbl berichtet:
Wie im letzten Jahr, möchte ich an dieser Stelle allen Spendern für ihre Unterstützung ganz herzlich danken und einen kurzen Bericht darüber geben, was mit Ihrem Geld erreicht worden ist.
In 2011 haben wir unseren Focus noch mehr auf Senegal gerichtet, weil dort über unsere Vertrauenspersonen Dr. Ute und Jacques Bocandé sowie Francois Diouf eine einfachere Kommunikation und Einflussnahme auf die Projekte möglich ist. Auch die von uns selbst zu finanzierenden Reisen dorthin sind günstiger.
So startete ich im März mit einer Gruppe zu einer Erkundungsfahrt ins Bassari-Land, im äußersten Südosten des Landes. Dort trafen wir auch Ute, um uns in Hinaya die, mit Spenden eines Ehepaars der Altkatholischen Gemeinde Kempten, erbaute Buschschule zu besichtigen.
Die Freude der Dorfbewohner und vor allem der Kinder war groß. Dank einer großen Spende eines jungen Kemptener Unternehmers war es uns möglich, Ute 12.000 Euro mitzubringen.
Damit wurden inzwischen zwei weitere Buschschulen in Boudjine und Oback Backy errichtet. Eine Buschschule in Egath erhielt Bänke und Tische. Mit Spenden, auch aus unserer Gemeinde, konnten wir weiterhin 4.000 Euro für die Ernährung der Kinder in den Schulinternaten übergeben.
Die Buschschulen, in diesem vom Staat vernachlässigten Bassari-Land, geben Kindern in den abgelegenen Bergdörfern die Möglichkeit, eine Vorschule zu besuchen. Die Besten dürfen dann in die nächste Stadt zur Hauptschule gehen. Hier leben sie, oft 30-40 km von zu Haus entfernt, in sog. Internaten unter erbärmlichen Umständen.
So wollen wir diesen Kinder auch weiter mit Spenden fürs Essen und bessere Schlafgelegenheiten helfen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Reise war das Dorf Ndoffane, etwa 60 km südlich von Thiès, in der Dornbusch-Savanne. Hier hat Francois mit den Dorfbewohnern ein Gartenbau-Projekt begonnen. Sie lernen – mittels Brunnen – auch in der Trockenzeit Gemüse und Obst anzubauen und das nicht nur für den eigenen Bedarf. Wir gaben einen Kredit von 3.000 Euro als Anschub-Finanzierung.
Die Lebensmittel für die Kinder im Bassari-Land werden auch dort angebaut. Für ein Projekt, in dem hier 33 Frauen ohne Schulausbildung in 18 Monaten den Gartenbau erlernen sollen, gaben wir 5.600 Euro. Sie erhalten einen kleinen monatlichen Lohn und danach ein Stück Land zur Selbstversorgung und Gelderwerb.
Nachdem dort im Umkreis von mehreren Kilometern kaum jemand lesen und schreiben kann, wünschte man sich eine religionsoffene Schule. Dafür läuft im Moment mit dem Lions-Club Babenhausen ein Antrag beim Entwicklungshilfe-Ministerium.
Mit einem Eigenanteil von 7.000 Euro wollen wir ein dreiklassiges Schulhaus für 28.000 Euro bauen. Die Leute im Dorf werden dann die Lehrer und Bücher mit ihrem Einkommen aus dem Gartenbau selbst bezahlen.
Nicht zu vergessen, wir unterstützten weiter das Collège St. Gabriel in Thiès und die Landschule Ngollar mit 5.000 Euro, wo viele Kinder dank unserer Unterstützung zur Schule gehen können.
Sie sehen, wir haben mit Ihrer Hilfe in diesem Jahr fast 27.000 Euro an Unterstützung geben können. Und ich denke, jeder Euro ist gut angelegt in eine Investition zur Verminderung der Armut und für eine bessere Zukunft von Kindern. Bitte unterstützen sie den
Förderkreis Zukunft für Afrika weiter! Dafür im Voraus herzlichen Dank!
Gottfried Kölbl
Spendenkonto: Alt-Katholische Gemeinde Kempten
Sparkasse Allgäu Konto-Nr. 610 295 388
BLZ 733 500 00
Stichwort: Schülerhilfe Senegal
Bildnachweis: © 2011 Michael Piesbergen